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Der SVFJ ist weniger ein Berufs- als ein Interessenverband – im wörtlichen Sinne. Seinen rund hundert Mitgliedern ist ihre journalistische Arbeit im Bereich Film und Kino wichtig, sowie die Pflege einer lebendigen Filmkultur.
Die meisten Mitglieder gehören zusätzlich einem der beiden Journalistenberufsverbände oder dem Syndikat der Medienschaffenden an.
Der SVFJ beteiligt sich innerhalb der Filmbranche an den kulturpolitischen Debatten und bemüht sich im Medienbereich um Pflege und Wahrung der künstlerischen, politischen und medienpolitischen Interessen der siebten Kunst.
Im Rahmen des Filmfestivals von Locarno organisiert der SVFJ die semaine de la critique, eine unabhängige Festivalsektion, die sich vor allem dem Dokumentarfilm im Grenzbereich zur Fiktion widmet.
In einer Medienlandschaft, in der die Grauzone zwischen Filmkritik, Kulturberichterstattung und orchestrierter kommerzieller PR-Arbeit immer grauer wird, bemühen sich die Mitglieder des Verbandes nach Möglichkeit um stetige Hinterfragung ihrer eigenen Arbeit und Diskussion des Arbeitsumfelds. Dazu gehört der Kontakt mit Filmverleihern, Produzenten, Autorinnen und Autoren ebenso, wie der Gedankenaustausch über Kino und Film.
Der SVFJ gehört dem internationalen Filmjournalistenverband FIPRESCI an, wodurch sich unsere Mitglieder für den Einsitz in FIPRESCI-Jurys an internationalen Filmfestivals bewerben können (siehe dazu das Interview mit Nicole Hess) Mitglieder des SVFJ erhalten das monatlich erscheinende Cinébulletin sowie auf Wunsch das Filmbulletin zum vergünstigten Peis von Fr. 25.-.
Filmjournalistinnen und Filmjournalisten mögen Eigenbrötler sein, Primadonnen und Konkurrenten in einer sehr engen Medienlandschaft. Aber in der Regel findet man sich immer wieder über die gemeinsame Liebe zum Film. Der SVFJ bemüht sich, die nötigen Minimalstrukturen zur Stützung dieser gemeinsamen Basis aufrecht zu erhalten und zu pflegen.
